Geschichte von Zappendorf 1121-1950

Geschichte

            der Gemeinde Zappendorf (Flatersleben)

(aktualisiert von Martin Feudel, 2020)

Flatersleben (auch Vlatersleve)

Dieser Ort ist eine wüst gewordene Gemeinde südlich der Laweke in unmittelbarer Nähe von Zappendorf.

5./6. Jahrhundert

Das Grundwort des Ortsnamens ……leben lässt darauf schließen, dass Flatersleben bereits zur Zeit des Thüringer Reiches (untergegangen 533) existierte.

8./9.Jahrhundert

Im Rahmen des Landesausbaus des Frankenreiches entstehen Siedlungen mit dem Grundwort………dorf. (auch dorp, dorph oder dorpf). Zappendorf gehört wie Flatersleben, Müllerdorf und Benkendorf zum Burgbezirk Salzmünde.

10. Jahrhundert

Zappendorf liegt im Hassegau (Hosgau) und gehört zur Grafschaft Wettin.

1121

Erster urkundlicher Nachweis von Flatersleben. Am 5. Juni 1121 bestätigt der Erzbischof Rüdiger eine Stiftung und Güter des Klosters Neuwerk vor Halle, darunter 3 1/2 Hufen in Flatersleben.

1234

Der Abt Arnold von Sittichenbach verkauft die Mühlen zu Köllme und Vlatersleue sowie       1 Hufen Landes für 60 Mark Silber an das Zisterzienserkloster Marienkammer in Glaucha bei Halle. Die Hufe Landes sollen ein gewisser Eiko aus Flatersleben und seine Erben als Zinsgut weiter besitzen.

1288

Graf Otto IV. von Brehna und Wettin verschenkt die Grafschaft Wettin einschließlich der Herrschaft Salzmünde an das Erzstift Magdeburg. Zappendorf wird als Wasendorp erstmals in der Literatur erwähnt.

1383

Erzbischof Albrecht IV belehnt den Giebichensteiner Stiftsvasallen Bertold de Hohnstede von 1383‑1400 unter anderem mit 1 schmalen Mark Geldes in Köllme und in Flattersleue. Der Erzbischof belehnt auch Claus und Hans von Trotha mit 1 Hof und 1 Hufe in Frackersleue.

1442

Erzbischof Günter verkauft die Herrschaft Salzmünde, dazu gehört das Dorf Zappendorf, an den Grafen von Mansfeld. Die Verwaltung von Zappendorf erfolgt über das Oberamt Friedeburg mit Sitz in Pfützthal.

Zappendorf wird als Zabendorf oder auch Zapfendorf genannt.

Heinrich Dorn und Jode Bendorff verpflichten sich zur Zahlung von 1 Gulden Zins für ihre vom Kloster Marienkammer zu Glaucha bei Halle überlassene Mühle zu Vlatersleben an der Salzke (27.12.1442).

1477

Am 22.3.1477 belehnt Erzbischof Ernst die Grafen von Mansfeld unter anderem mit dem wüsten Schloss von Salzmünde, darunter auch Flatersleben.

1501

Zappendorf fällt bei der Erbteilung der Grafschaft Mansfeld an den Grafen des Vorderorts. Es wird als Zapfendorf bezeichnet.

Dicht bei der Salzke-Brücke lag ein Geleitshof der Grafen von Mansfeld.

1505

Am 12.12.1505 belehnt Graf Hoyer von Mansfeld namentlich genannte 7 Brüder und Vettern von Trotha unter anderem mit 32 Groschen von 1 Hufe Land zu Flatersleben.

1518                                                                                                                                                                                                 

Die vorreformatorische Betsäule enthält die Inschrift „1.5.1.8. Nickel Klein dem got gnade“.

1542

Die Gemeinde Flatersleben gibt jährlich 7 1/2 Groschen, Simon Grassmann 5 Groschen, der Müller vom Wehr 1 Groschen und 4 Pfennige, sowie je 8 Pfennige geben Kirsten Baum und Bastian Hohnstein zum Müllerdorfer Pfarreinkommen.

Zwischen 1450 und 1550

Flatersleben wird wüst. Die Ursachen hierfür sind nicht nachweisbar. Über einen längeren Zeitraum siedelten sich die Bewohner von Flatersleben auf dem Nordufer der Laweke in Zappendorf sowie in Müllerdorf an. Noch im 19.Jhd. wohnen Eigentümer der Fluren der ursprünglich 22 Höfe der „Flatersleber Gemeinde in Zappendorf und Müllerdorf (Siehe auch 1884 u. 1888).

1560

Aus einer Grenzbeschreibung der Grafschaft Mansfeld geht hervor, dass die Flur von Flatersleben in die Zappendorfer Flur aufgegangen ist.

1589

In Zappendorf wird eine Wassermühle errichtet.

1659

Aus der Inschrift an der Betsäule geht hervor, dass sie in diesem Jahr restauriert worden ist.

1722

Die Wassermühle zu Zappendorf wird in ihrer jetzigen Form 1722/1728 neu erbaut. Zu ihr gehörten 100 Morgen (25 ha) Land.

1730

In diesem Jahr erwarb Johann Georg Roeser, Sohn des Holzmüllers zu Grimma, die Mühle in Zappendorf.

1780

Mit dem Tod des letzten erbberechtigten Mansfelder Grafen fallen 2 Fünftel der Grafschaft, darunter auch Zappendorf, an den Lehngeber Königreich Preußen zurück. Der Ort wird Bestandteil des preußischen Mansfelder Kreises im Herzogtum Magdeburg.

1784

Zappendorf hat 34 Feuerstellen mit 160 Einwohnern. Seine 430 Magdeburger Morgen Flur bewirtschafteten 3 Halbspänner, 3 große und 8 kleine Kossaten.

1807

Nach dem Sieg Napoleons über Preußen wird das Königreich Westphalen gegründet. Zappendorf gehört zum Kanton Fienstedt innerhalb des Departments Saale.

1815

Nach den Befreiungskriegen und den Festlegungen des Wiener Kongresses gehört Zappendorf zur preußischen Provinz Sachsen und zum Mansfelder Seekreis mit Sitz in Eisleben.

1833

In die Betsäule zu Zappendorf wird eingeschnitten: „Strasse nach Halle bis Lieskau 1 Std“.

1843

In diesem Jahr verkauft Gotthold Roeser die Zappendorfer Mühle. In seiner Lebens- beschreibung berichtet sein Sohn Ferdinand Roeser ausführlich über die Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der Mühle im 19. Jh.

1847

Erlaubnisschein für Müller Karl Baumann zu Zappendorf zum Bau einer Bockwindmühle mit einem Mahlgange auf einem ihm gehörigen Ackerstücke, die Kaule genannt.

1855

Nach einer Volkszählung hat Zappendorf 312 Einwohner und 48 Häuser.

1856

Das Dorf erhält einen eigenen Friedhof mit Feierhalle und überlässt seinen bisherigen Anteil am Friedhof in Müllerdorf der Kirche.

Es gibt im Dorf nur 3 Anspänner. Der weitaus überwiegende Teil der Bewohner sind Häusler und Kossäten.

Der Wert der Acker- und Wiesengrundstücke hat sich seit 20 Jahren aufs Doppelte gesteigert. Es wird gegenwärtig der Morgen zu 180 Quadratruthen gerechnet mit 150‑200 Thaler bezahlt.

Die Mühle hat im Dorf die Hausnummer 1.

1864

Eröffnung einer katholischen Privatschule mit 40 Kindern in einem angemieteten Raum in Zappendorf.

1866

Der Missionsvikar Schwirling zelebrierte in einer vom Bergmann Gottfried Hohmann angemieteten Scheune die erste Messe in Zappendorf.

1868

Am 3.2.1868 Kauf eines geeigneten Grundstücks für die katholische Kirche für 450 Taler.

1869

Einweihung der Katholischen Kirche am 4.4.1869.

1870

Anlässlich der Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Sedan ( 2.September) werden Siegesfeuer angezündet.

1871

Anpflanzung einer Friedenseiche.

1882

Das Dorf hat 447 Einwohner, 67 Häuser, darunter 63 mit Viehbestand, 84 viehbesitzende Haushaltungen, 22 Pferde, 74 Rinder, 6 Schafe, 168 Schweine, 87 Ziegen, 16 Bienenstöcke.

1884

Bei den Vorarbeiten für den Bau der Eisenbahnstrecke war Flatersleben noch unter dem Namen “ Flaterslebener Gemeinde“ mit 22 Besitzern eingetragen. Dies entsprach den 22 Höfen der untergegangenen Gemeinde.

1888

Am 22. 10. 1888 wird die Bahnstrecke Teutschenthal‑ Salzmünde eröffnet.

Der Weg, welcher die Dörfer Zappendorf und Cöllme verbindet, ist Eigentum der wüst gewordenen Gemeinde Flatersleben. Es besitzen jedoch die zu dieser Gemeinde gehörenden Eigentümer außer dem erwähnten Wege noch 6 bis 7 Morgen Wiese. Es sind insgesamt 17 Eigner, davon 4 aus Zappendorf, 8 aus Müllerdorf, 1 aus Cöllme, 3 aus Benkendorf und 1 aus Salzmünde.

1889

Die Gemeinde Zappendorf bzw. Kooperation Flatersleben stellt die zum Bau der Eisenbahn Teutschenthal‑Salzmünde benötigten Wege und Grabenteile unentgeltlich zur Verfügung.

1893

Am 13.1.1893 führt die Gemeinde Zappendorf die Erhebung der Abgaben für öffentliche Lustbarkeiten, am 14.07.1893 eine Hundesteuer ein.

1892

Auf Grund steigender Schülerzahlen wird die Umwandlung der katholischen Privatschule in eine Volksschule angeordnet.

1894

Von der Salzmünde‑Bennstedter Chaussee bis 5 Meter über die Lawekebrücke wird in Gemeinschaft mit Müllerdorf die Dorfstraße gepflastert.

1895

Durch Blitzeinschlag brennt der Turm der katholischen Kirche ab und wird wieder aufgebaut.

Das Königliche Standesamt Zappendorf wird angewiesen, bei Eheschließungen den Neuvermählten auf Kosten der Gemeinde Zappendorf ein Familienstammbuch auszufertigen.

1898

Am 28. August erschien in der Zeitschrift „Der praktische Ratgeber im Obst und Gartenbau“ ein Artikel über sehenswerte Obstanlagen in Deutschland. Unter der Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Mansfelder Seekreis wurden bedeutende Aprikosenkulturen in Quillschina und Zappendorf bei Salzmünde aufgeführt. Für Zappendorf wurden Mennicke und Fuchs mit je 1-2 Morgen genannt.

1906

Die Gemeinde Zappendorf erhebt für jeden Hausbau vor Beginn des Baues 50 Mark Eintrittsgeld bei einem Haus mit bis zu 4 Stuben, für jede weitere Stube 10 Mark zusätzlich.

Zappendorfer Gutsbesitzer verkaufen Ländereien, die zum Bau der Kalischachtanlage benötigt werden, an die Gewerkschaft Salzmünde.

Bei einem Bohrversuch kommen 5 Personen ums Leben. Im gleichen Jahr wird mit der Teufe des Schachtes begonnen.

1908

Vertrag mit der Überlandzentrale Amsdorf zur Aufstellung der Masten in Flur und Dorflage Zappendorf zur Versorgung mit Elektroenergie.

Beginn mit dem Bau von Wohnhäusern für Beschäftigte des Kaliwerkes.

Einführung der Biersteuer. Lagerbier pro Hektoliter 65 Pf, leichtes Bier pro Hektoliter 30 Pf.

1909

In der Schachtanlage wird eine Endteufe von 910 m erreicht und mit der Förderung begonnen.

Auf dem 65 Morgen großen Schachtgelände sind umfangreiche Übertageanlagen entstanden, darunter Kesselhaus, ein 53m hoher Schornstein, Zentralmaschinenhaus, Fördergerüst, Hängebank, Werkstätte sowie ein Gleisanschluss an den Bahnhof Zappendorf. Im Kaliwerk sind 250 Arbeiter, Angestellte und Beamte beschäftigt.

Erhebung der Katholische Kirche Zappendorf zur Filialkirche. Dazu gehören die Orte Benkendorf, Bennstedt, Köllme, Eisdorf mit Neuvitzenburg, Fienstedt, Gödewitz, Gorsleben, Höhnstedt, Köchstedt, Krimpe, Langenbogen, Müllerdorf, Pfützthal, Quillschina, Räther, Salzmünde, Schochwitz, Trebitz, Wils, Zappendorf, Zaschwitz, Zörnitz mit 310 katholischen Einwohnern.

1910

In Zukunft werden sämtliche Vereine und Gastwirte zu Lustbarkeitssteuern herangezogen.

Die Gemeinde erhält Straßenbeleuchtung.

1911

Pflasterung der Höhnstedter Straße beschlossen.

1913

Zur Erhöhung der Sicherheit wird von der Schachtanlage in Zappendorf eine Verbindungsstrecke zum Kaliwerk der Krügershall AG Teutschenthal geplant.

Bau des Geschäftshauses des Allgemeinen Consumvereins.

Zustimmung zur Errichtung einer Schwesternstation.

1914

Unter der Losung „Alles Gold dem Staat“ werden in der Schule Goldstücke zur Finanzierung des Krieges gesammelt und an die Staatskasse abgeführt.

Wegen Arbeitskräftemangel (vor allem Einberufungen zum Kriegsdienst) muss der Betrieb im Kaliwerk für längere Zeit ruhen.

1915

Alle bisher Kriegsunbrauchbaren mussten zum neu eingerichteten Bezirkskommando nach Eisleben. Sie wurden alle brauchbar.

1918

Zur Sicherung der Produktion des Kaliwerkes werden 193 Kriegsgefangene eingesetzt.

1914 – 1918

Aus Zappendorf kehren 22 Männer nicht nach Hause zurück. Sie wurden Opfer des                     I. Weltkrieges.

1920

Für die immer mehr zunehmende Belegschaft wird vom Kaliwerk in der Nähe der Schachtanlage ein weiteres Sechsfamilienhaus errichtet, der Gasthof „Zur Weintraube“ erworben und zu Wohnungen umgebaut und eine Militärbaracke gekauft.

Bau eines weiteren Schornsteins in der Schachtanlage mit 65 m Höhe.

An Steuern werden erhoben für Tanzvergnügen 15,00 Mark, Maskenball 30,00 Mark, Theater/Konzert 20,00 Mark, Kunstreiter 10,00 Mark Würfelbuden 10,00 Mark, Schießbude 10,00 Mark, Karussell pro Tag 5,00 Mark, Seiltänzer 10,00 Mark.   Auswärtige Vereine zahlen das Doppelte.

Die Filialkirchengemeinde der Katholischen Kirche zu Zappendorf hat sich um weitere Ortschaften vergrößert. In ihrem Bereich gibt es jetzt 896 katholische Einwohner, darunter 467 Saisonarbeiter.

1921

Männergesangverein „Liedertafel Müllerdorf‑Zappendorf“ gegründet.

Im Kaliwerk streiken vom 26.3. – 31.3. alle 376 Arbeiter.

1922

Für Gemeindearbeiter wird ein Stundenlohn von 5,00 Mark bewilligt. Zuschläge zu allen Steuern werden um 500% erhöht.

Auf Antrag des Männergesangsvereins wird eine Beihilfe für das Kinderfest in Höhe von 3.000 Mark bewilligt. Der Männergesangsverein erklärt sich bereit, bei Ausbrechen von Feuer als Freiwillige Feuerwehr mitzuwirken.

1923

Die Lage im Bergbau wird kritisch. Es kommt zu Massenentlassungen. Infolge der Inflation betragen die Löhne für einen Arbeiter je Schicht 13 Millionen Mark und für einen Angestellten (Steiger) 20 Millionen Mark.

Beschluss über die Einführung von Brotmarken. am 10. 11. 1923.

Am 28.12.1923 sind keine Barmittel mehr vorhanden und steuerliche Möglichkeiten restlos ausgeschöpft.

1924

Die Gemeinde beschließt am 4.4.1924 den Bau einer Wasserleitung.

Im Kaliwerk wird ab 1.7. die Förderung für immer eingestellt. Es werden nur noch bis zu 10 Arbeitskräfte zur Vollendung und Aufrechterhaltung des 2. Ausgangs für die Krügershall AG Teutschenthal benötigt.

1925

Der Verbindungsschacht zum Kaliwerk Krügershall Teutschenthal wird am 15. Mai fertiggestellt.

1926

Fertigstellung und Inbetriebnahme der Wasserleitung am 30.3.

Die „Gewerkschaft Salzmünde“ hat seit Sommer 1924 180 Arbeiter aus Zappendorf, Müllerdorf und Köllme entlassen.

Gründung des Sportvereins „Fortuna“ Zappendorf.

1927

Die Gemeinde pachtet für den Sportplatz am 5.3. für 5 Jahre ein Ackerstück am Schachtteich zum Preis von 50 M je Morgen und Jahr.

Die Hundesteuer beträgt 3 Mark.

1928

Laut Jagdpachtverzeichnis ist als Pachtzins der Wert von 75% von 10 Hasen nach den halleschen Notierungen vereinbart worden. Am maßgebenden Zeitpunkt betrug der Wert eines Hasen am halleschen Markt 5 Mark. Somit betrug der Gesamtwert 75% von 50 Mark = 37,50 Mark.

1933

Finanzierung des Sportplatzes von Gemeinde weiter übernommen. Es dürfen jedoch der Gemeinde keine direkten Ausgaben entstehen.

1934

Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Amtsbezirk Zappendorf e.V.“ am 25.4.1934.

1936

Die Gemeinde Zappendorf hat 1.038 Einwohner.

1937

Gründung der Gartenanlage Zappendorf.

1938

 Die katholische Volksschule wird zum 1.9. aufgelöst. Die Schüler werden von der Schule in Müllerdorf übernommen.

1940

Ein Erdstoß erschüttert Zappendorf, bei welchem in der Grube Teutschenthal 42 Bergleute eingeschlossen und nicht gerettet werden konnten. Darunter befanden sich 10 Männer aus Zappendorf.

Von 1940 bis zum Ende des II. Weltkrieges wurden im Kalibergbau Strafgefangene eingesetzt, die in drei Baracken auf dem Gelände des früheren Kaliwerkes in Zappendorf untergebracht waren. Diese Baracken sind später als Umsiedlerunterkünfte genutzt worden.

1939 – 1945

Im II. Weltkrieg verlieren 1 Frau und 78 Männer aus Zappendorf ihr Leben (Übersicht von Helga Mennicke). Für sie ist bisher keine Gedenkstätte vorhanden.

1945

Zu Beginn des Jahres gibt es im Dorf 9 Landwirtschaftsbetriebe. Es leben 959 Einwohner im Ort.

Im April wird Zappendorf von amerikanischen Truppen besetzt, die sich in der Schule in Müllerdorf einquartieren.

Nach Abzug der Amerikaner gehört Zappendorf ab 1. Juli zur sowjetischen Besatzungszone.

Einrichtung von Geschäftsräumen der Gemeinde auf dem Grundstück der Konsumgenossen- schaft Zappendorf

1946

Im Rahmen von Stromsparaktionen müssen Elektromotoren während der Abendstunden bis 21 Uhr stillgelegt und Heiz- und Kochgeräte dürfen nicht mehr abends benutzt werden.

1947

Nach der Auflösung von Preußen wird das Land Sachsen-Anhalt gebildet. Zappendorf gehört weiterhin zum Mansfelder Seekreis.

1948

Erstmalig nach dem Kriege veranstaltete die Gemeinde am 28.und 29. August gemeinsam mit Müllerdorf ein Volks- und Kinderfest.

Auf Antrag des Kirchenvorstandes wird Zappendorf vom Erzbischof zur katholischen Pfarrei erhoben.

Wiedergründung eines Obstgartenvereins Zappendorf.

1950

Nach Gründung der DDR verliert Zappendorf durch eine Kreis- und Gemeindegebietsreform seine Selbständigkeit und wird gemeinsam mit Müllerdorf und Köllme Bestandteil der neuen Gemeinde Zappendorf, die nunmehr zum Saalkreis gehört.

 


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